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Sind binäre Optionen legal? Diese Frage ist interessierten Anlegern bei ersten Informationseinholungen zum Handel mit binären Optionen sicher schon begegnet. Doch was ist an dieser Behauptung wirklich dran?

Handel mit binären Optionen

candleBinäre Optionen gehören zu den spekulativen Finanzgeschäften. Es können bei geringen Kapitaleinsätzen hohe Renditen erwirtschaftet werden. Ein solches Szenario lässt so manchen Anleger aufhorchen, der sogleich an ein unseriöses Geschäft denkt. Doch weit gefehlt. Wer sich näher mit dem Funktionsprinzip von binären Optionen beschäftigt, dem wird schnell klar, dass die Möglichkeit von hohen Gewinnen mit einem hohen Risiko von Verlusten einhergeht. Binäre Optionen sind für erfahrene Trader und ebenso Einsteiger geeignet, die bereit sind, sich mit den Entwicklungen auf dem Markt auseinanderzusetzen. Da beim Handel auf steigende oder fallende Kurse eines entsprechenden Basiswertes gesetzt wird, sollte der Trader die Trends auf dem Markt verfolgen. Das prognostizierte Ereignis muss zum Ende der Optionslaufzeit eintreten, damit der Trader einen Gewinn erwirtschaftet. Umgekehrt ist die Option nicht im Geld und der Trader muss einen Verlust verzeichnen.

Binäre Optionen besitzen eine festgelegte Laufzeit, die zu Beginn der Investition bereits feststeht. Der Handel mit binären Optionen ist an vielen Finanzplätzen erlaubt und legal. Es kann an der Börse gehandelt werden. Aber im Zeitalter der Digitalisierung kommt der Handel von binären Optionen technikaffinen Tradern über eine Handelsplattform gelegen. Der außerbörsliche Handel geschieht über einen Broker, der sein Angebot über eine Handelsplattform anbietet. Damit sich der Handel für den Trader auszahlt und nicht mit einem bösen Erwachen endet, muss sich dieser über die Seriosität des jeweiligen Brokers erkundigen. Ein seriöser Broker, der reguliert wird, ist mit einer Lizenz zum Handel mit binären Optionen ausgestattet. Weiter gilt es, auf die Einlagensicherung zu achten. Dass bei Insolvenz des Unternehmens die Kundeneinlagen abgesichert sind. Es agiert eine staatliche Regulierungsbehörde, sodass das Vermögen des Finanzdienstleisters getrennt von den Kundeneinlagen hinterlegt wird.

Regulierung durch eine Finanzbehörde

hammerNach dem Beitritt Zyperns in die Europäische Union im Jahr 2004 wurde dort die staatliche Finanzaufsichtsbehörde, die Cyprus Securities and Exchange Commission ( Cysec ) gegründet. Mittlerweile hat sich die Cysec als bekannte Regulierungsbehörde für ansässige Finanzdienstleister, die binäre Optionen handeln, etabliert. Bevor binäre Optionen gehandelt werden, können sich Unternehmen registrieren lassen. Durch die Cysec kontrolliert, werden entsprechende Lizenzen für den Handel mit binären Optionen vergeben. Dies dient zum einen dazu unseriöse Anbieter zu entlarven, und das Vertauen in dieses Finanzinstrument zu stärken. Bei Tradern genießt die Regulierungsbehörde gutes Ansehen, da ein regulierter Broker für Seriosität spricht. Die Cysec kann Broker, die gegen die Regeln verstoßen bestrafen. Dies ist bereits geschehen. Dabei kann die Strafe bis zum Lizenzentzug gehen.

Durch die Regulierung wird dem Trader der Handel mit binären Optionen vereinfacht, da von vornherein schwarze Schafe ausgeschlossen werden. Natürlich gibt es keine absolute Garantie nicht doch an einen unseriösen Broker zu geraten, daher sind interessierte Trader dazu angehalten, das Angebot des Brokers genau zu prüfen. Dazu dienen die allgemeinen Geschäftsbedingungen des jeweiligen Brokers, aber auch ein gut arbeitender Kundenservice kann ein Indiz für einen seriösen Broker sein. Stellt der Broker in seinem Angebot die Chancen und Risiken von binären Optionen gleichermaßen dar, kann dies, ein weiterer Anhaltspunkt für die Seriosität des Brokers sein. Zudem sollte auf anfallende Kosten und Gebühren geachtet werden. Zumeist berechnen Broker keine zusätzlichen Gebühren für das Führen des Handelskontos, aber auch dies kann sich von Angebot zu Angebot unterscheiden.

Höheres Vertrauen durch Regulierung

lupeBinäre Optionen sind europaweit legal. Auch in Deutschland gibt es eine entsprechende Finanzbehörde, bei der Unternehmen eine Regulierung beantragen können. Hierzulande ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ( BaFin ) für die Regulierung zuständig. Der Trader sollte stets auf die Regulierung achten, um sich vor Betrug zu schützen. Dennoch können auch Angebote von nicht regulierten Brokern sehr wohl seriös sein. Da der Handel mit binären Optionen zu den neuartigen Finanzinstrumenten am Markt zählt, müssen neu eingestiegene Broker zunächst Gewinn erzielen, damit die Regulierung, durch die BaFin zu bezahlen ist. Die BaFin Regulierung kann den Broker an die 100.000 Euro kosten und dieses Geld muss der Broker erstmal verdienen. Daher sollten sich Trader die Geschäftsbedingungen von nicht regulierten Brokern genau durchgelesen werden, bevor eine Entscheidung fällt. Als weitere bekannte Regulierungsbehörde ist auch die FCA zu nennen. Diese britische Börsenaufsicht ist für die Regulierung, der in England ansässigen Broker zuständig. Eine Mehrheit der Broker ist nicht in Deutschland ansässig, wird jedoch durch die Zuständigkeit des jeweiligen Landes reguliert. Somit kann der Trader auch bei einem Binärbroker mit Sitz in einem anderen europäischen Land auf eine Regulierung vertrauen. Eine Absicherung, ob der jeweilige Broker reguliert wird, sollte stets stattfinden.

Fazit: Binäre Optionen sind risikoreich und legal

Mit binären Optionen kann legal europaweit gehandelt werden. Durch die Regulierung der Broker wird der Handel für den Trader sicherer. Daher sollte auf eine Regulierung in einem EU-Land geachtet werden. Neben der Regulierung sollten Trader auf transparente Konditionen und die vollständige Aufführung von Kosten und Gebühren achten, die bsw. bei häufigen Auszahlungsanforderungen zusätzlich anfallen können.